7 negative Flirtsignale – woran Du ein "Nein" erkennst

Wenn Du – egal ob Mann oder Frau – beim Flirt führst, beobachte die Signale Deines Gegenübers: Gehst Du zu schnell zu weit und überschreitest vielleicht die Grenzen des anderen, wird dieser die positiven Signale zurücknehmen oder mit Abwehrhaltungen reagieren. Diese solltest Du unbedingt respektieren. Du musst vielleicht in kleineren Schritten vorgehen und kannst, wenn sich die Situation etwas entspannt hat, ja einen erneuten, behutsameren „Vorstoß“ wagen. Aber wenn Du wiederholt „auf Granit beißt“, musst Du Dir einen anderen Flirtpartner suchen – man kann’s eben nicht erzwingen. Du kannst natürlich auch die folgenden Signale bewusst einsetzen, um jemanden, der Dir zu nahe kommt, auf Abstand zu halten, oder jemanden, den Du nicht magst, zurückzuweisen.

  1. Der Körper ist schlaff und in sich zusammengesunken oder steif und unbeweglich.
  2. Der Körper ist vom anderen abgewandt. Die Redensart „jemandem die kalte Schulter zeigen“ spricht Bände! Geschlossene Beine, vor der Brust verschränkte Arme errichten ebenso eine Barrikade wie das übergeschlagene Bein, das die Abwendung vom anderen betont.
  3. Das Lächeln wird nicht erwidert.
  4. Vermeiden und Abbruch des Blickkontakts; im Gespräch schweift der Blick immer wieder gelangweilt ab, wandert durch den Raum und hält Ausschau nach Abwechslung.
  5. Die Hände agieren unterhalb der Taille, die Handaußenflächen sind dem anderen zugewandt.
  6. Starke Nervosität und Verlegenheit können auch ein schlechtes Zeichen sein.
  7. Bewegungen, die die Distanz vergrößern, z.B. Zurücklehnen des Oberkörpers

Für negative Flirtsignale gilt natürlich das gleiche wie für positive Flirtsignale: Jedes nonverbale Signal ist in einen Gesamteindruck eingebettet, und der ist mehr als die Summe seiner Teile. Er ist letztlich entscheidend.

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Die 10 wichtigsten Flirtsignale – jetzt bist Du auf dem richtigen Weg

  1. Die Körperhaltung ist straff, gespannt, der Gang federnd und elastisch. Männer nehmen gern Haltungen ein, die sie groß und beeindruckend wirken lassen: sie richten sich auf, werfen sich in die Brust oder stecken die Hände in die Hosentaschen und winkeln die Ellenbogen ab; auch das Verschränken der Arme hinter dem Kopf oder das Abstützen an der Wand mit einem Ellenbogen in Schulterhöhe gehören zu diesen Signalen (Balzverhalten, Imponiergehabe). Frauen machen sich eher etwas kleiner und rücken ihre feminine Seite ins recht Licht, indem sie sie Beine übereinander schlagen, auch die Aufmerksamkeit auf ihren Busen lenken. Raum einnehmen, Initiative, Dominanzgesten wie Näherrücken oder Berührungen sind das alt hergebrachte Terrain des Mannes. Der Frau werden eher Unterordnung, Ausweichen und Raum geben zugeordnet.
  2. Der Körper ist dem anderen zugewandt. Diese Zuwendung beginnt mit dem Kopf  und geht über Schultern, Rumpf und Knie bis zu den Füßen. Auch ein „entgegenkommendes“ Vorbeugen des Oberkörpers und eine offene Beinhaltung signalisieren Interesse. Frauen schlagen oft die Beine übereinander, so dass die Zehenspitzen auf ihr Gegenüber zeigen.
  3. Blicke! Kein langes oder gar starres Fixieren, sondern das immer-mal-wieder-Hinübersehen, abwechselnd mit Wegsehen. Ein Blick, der länger als 3 Sekunden dauert, spricht für erhöhtes Interesse. Im Gespräch schaut der Zuhörende den Sprechenden aufmerksam an. Schaut der Mann statt in die Augen der Frau öfters auf ihren Busen, die Frau auf den Mund des Mannes deutet das auf sexuelles Interesse.
  4. Lächeln, möglichst mit geöffneten Lippen und – vor allem bei Frauen – zur Seite geneigtem Kopf! (Männer, lasst es Euch gesagt sein: Ein „Pokerface“ schreckt ab!)
  5. Die Körperhaltung spiegelt die Haltung des anderen.
  6. Lebhafte Gestik; die Hände agieren oberhalb der Taille, die Handinnenflächen sind dem anderen zugewandt
  7. Das Herumspielen mit irgendwelchen Dingen, häufiger Lidschlag oder ein Wechsel von Hinschauen, Wegsehen, die Augen Niederschlagen und wieder Hinschauen deuten auf Nervosität und Verlegenheit, und das kann ein gutes Zeichen sein.
  8. Weit geöffnete Pupillen
  9. Selbstberührungen, so genannte autoerotische Berührungen
  10. Zufällige oder gezielte, flüchtige oder intensivere Berührungen des anderen

Auch wenn Du Dir der Wirkung von Haltung, Gestik, Mimik bewusst bist: Versuch nicht, Deine Körpersprache zu manipulieren oder Dich womöglich zu verstellen! Bleib natürlich -  Körpersprache wirkt unbewusst, und Du willst ja schließlich mit Dir selbst kongruent sein. Außerdem: alle nonverbalen, positive sowie negative Flirtsignale, sind in einen Gesamteindruck eingebettet, und der ist mehr als die Summe seiner Teile. Er ist letztlich entscheidend.

Welche Erfahrungen hast Du beim Flirten gemacht, auf welche Signale achtest Du bei Dir selbst und bei Deinem Flirtpartner? Hinterlasse uns jetzt Deine Erfahrungen als Kommentar!

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Jetzt geht es los: von der Partnersuche zum Flirtpartner

Nun ziehst Du schon seit einigen Tage Deine Kreise um einen möglichen Flirtpartner und hast immer noch nicht den Mut gefunden, sie oder ihn anzusprechen? Wovor fürchtest Du Dich? Das Schlimmste, was passieren kann, ist ein Korb  – und wäre das wirklich so schrecklich? Zugegeben: Ein Korb ist immer erst einmal eine Kränkung und trifft einen empfindlich. Aber: Du kannst auch stolz darauf sein, den ersten Schritt getan zu haben, denn das erfordert ja Mut – den Mut, „aus der Deckung“ zu kommen und sich zu zeigen, mit seinem ganzen Interesse, seinen Gefühlen, seinem Wünschen, Hoffen, Begehren… Das ist ein Moment, in dem man, bar jeglichen Schutzes, nackt und bloß dasteht – und genau das ist sowohl Dein Risiko als auch Deine Chance. Denn Liebe ist Berührung, und Berührung ereignet sich nicht da, wo Menschen andauernd nur „cool“ sind, den Kopf oben und alles im Griff haben. Berührung ereignet sich da, wo die Kontrolle aussetzt und – zumindest für einen Augenblick – das Innerste zum Vorschein kommt, das Herz auf die Zunge tritt. Nein, Du sollst nicht gleich Dein komplettes Innenleben nach außen stülpen und auf einem Silbertablett präsentieren! Aber nichts spricht dagegen, [Weiterlesen...]

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Die kleine Flirtschule – das 1×1 des Flirtens

Alle Männer und Frauen, die sich wieder verlieben, eine neue Beziehung finden wollen, werden Gelegenheit zum Flirt suchen. Doch wer tut bei einem Flirt den ersten Schritt?

In unserer Kultur und Gesellschaft gilt immer noch die Regel: die Frau sendet die Signale – der Mann ergreift die Initiative und spricht sie an. Aber natürlich muss man sogleich hinzufügen: Dies ist eine Faustregel, und wie immer gilt: Keine Regel ohne Ausnahme! Und was heißt schon „anfangen“? Was ist überhaupt der „erste Schritt“?

Bevor er sie anspricht, kann sie eine Menge tun, um seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken: Immer mal wieder zu ihm hinüberschauen, wieder wegsehen, kurz nach unten blicken und dann wieder: hinschauen und – lächeln, womöglich mit zur Seite geneigtem Kopf und offenen Lippen. Ist, etwa in einem Café, Restaurant oder einer Bar, eine größere Distanz zu überwinden, gibt es auch noch andere Möglichkeiten, zum Beispiel, die Sitz- und Körperhaltung ganz bewusst zu ändern und auf ihn hin auszurichten; oder die Beine übereinander zu schlagen, so dass die Fußspitzen auf ihn zeigen. Fächer sind ja leider schon lange aus der Mode, aber sie könnte etwas, was sie in der Hand hält und was den Weg zwischen ihm und ihr „versperrt“,  etwa die Speisekarte oder eine Zeitschrift, gezielt beiseite legen und so „freie Bahn“ schaffen. Das Weinglas zu umfassen und zu „liebkosen“ kann ebenso ein erotisches Signal sein wie Selbstberührungen: Haare aus dem Gesicht streichen oder in den Nacken werfen, mit Kette oder Schal spielen, Fingerspitzen an Hals und Ausschnitt, über die Oberschenkel streichen… Ein guter Trick: das Handy rausholen, telefonieren und dabei immer mal wieder zu ihm hinübersehen und lächeln. So ein neben dem (echten oder vorgetäuschten) Telefonat herlaufender Flirt kann besonders reizvoll sein.

Nach den Fächern kommen ja nun auch mehr und mehr die Zigaretten aus der Mode – schade, schade, denn wie elektrisiend Rauchen sein kann, haben nicht nur Marlene Dietrich und Jeanne Moreau in unnachahmlicher Weise vorgeführt. Auch könnte sie aufstehen, den Raum durchqueren, sich für einen Moment von ihrer Gruppe absetzen, an ihm vorübergehen – ihn dabei vielleicht sogar flüchtig streifen! – und ihm so Gelegenheit geben, ihn anzusprechen. Das kann sie durchaus auch selbst tun: sich von hinten nähern, eine kleine Bemerkung – gern ein Kompliment! – fallen lassen und sofort wieder verschwinden… Und dann ist es an ihm, den „ersten Schritt“ zu tun…

Dass mit Berührungen äußerste Vorsicht geboten ist, versteht sich wohl von selbst: Mit nichts anderem kann man so schnell eine Grenze übertreten, und je weiter man sich auf dieses Terrain vorwagt, desto direkter signalisiert man ein erotisch-sexuelles Interesse. Sie sollte sich der möglichen Konsequenzen bewusst sein, und wenn die gewollt sind – bitte sehr… Falls nicht, dann lieber nicht “zu weit aus dem Fenster lehnen”. Ansonsten gibt es ja im ganz normalen Alltagsleben jede Menge unverfänglichere Situationen, in denen sie ihn und er sie kennenlernen kann.

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Flirten lernen ist nicht schwer – die besten Tipps für einen erfolgreichen Flirt

Jetzt ist es also soweit: Dein umherschweifendes Auge verweilt bei jemanden, der Dir gefällt, und den Du gern kennenlernen möchtest – Wie stellst Du’s am Besten an?

Du wirst Dir eine gute Gelegenheit für einen Flirt suchen. Die Initialzündung für einen Flirt geht von den Blicken aus. Kein langes Anstarren, sondern ein mehrmaliger Blickwechsel, bei dem sich die Augen treffen, und schließlich ein offenes (manchmal durchaus auch noch ein scheues) Lächeln: das ist normalerweise der Auftakt. Die Spielregeln in unserer Gesellschaft sind übrigens noch immer so genormt, dass es heißt: Frau sendet die Signale – Mann ergreift die Initiative und spricht sie an. (Achtung, Achtung: Dies ist eine Faustregel, darum ist dieser Beitrag in erster Linie an Männer adressiert. Aber wie immer gilt natürlich: keine Regel ohne Ausnahme, und Frauen dürfen das hier Gesagte auch gern auf sich beziehen!)

Erfolgreich flirten – nutze die Gelegenheit!

Ziemlich einfach ist es, wenn Du dem Menschen Deiner Träume regelmäßig begegnest: beim Einkaufen, beim Sport, beim Joggen, in der Bibliothek; auch Hunde bieten einen hervorragenden Anknüpfungspunkt. Dann kennt Ihr Euch ja bereits vom Sehen und werdet Euch anschauen, Euch zulächeln, womöglich sogar mit einem Kopfnicken grüßen. Von da ist es nur noch ein kleiner Schritt zum Ansprechen, und das Thema kannst Du dem Ort Eurer Begegnungen entnehmen: „Super! Da ist ja wohl demnächst ‘ne Medaille fällig, was? Für welche Meisterschaft trainierst Du denn?“ oder „Toll, dass Du gerade den neusten Henning Mankell zurückgegeben hast, dann kann ich den ja jetzt ausleihen. Wie hat er Dir gefallen?“ In vielen Flirtkursen empfohlen und in „Whatever works“, dem neuen Film von Woody Allen, wunderbar zu besichtigen: Er bittet sie um einen Rat in einer Entscheidungsfrage, z.B. bei einem Kauf: „Ich möchte einen Apfelkuchen backen – Können Sie mir sagen, mit welcher Apfelsorte der wohl am besten schmeckt?“ (By the way: Die meisten Frauen mögen Männer, die kochen!) Ihn bei etwas um Hilfe zu bitten, z.B. in Sachen Technik, ist immer für Frauen eine gute Möglichkeit zum Anbandeln. Ein Klassiker: Der bewusst herbeigeführte Zufall, etwa ein Zusammenprall oder das Fallenlassen von etwas. Und wenn der Handschuh aufgehoben, der Ball zurückgespielt wird, kann die Sache ihren Lauf nehmen, in Gestalt eines kürzeren oder auch längeren Gesprächs – mit Humor, Leichtigkeit und vielleicht sogar dem finalen Aushändigen einer Telefonnummer oder einem Date!

Entschlossen handeln – erfolgreich flirten!

Selbstbewusstes, souveränes und schnelles, entschlossenes Handeln ist beim Flirten angesagt – natürlich umso mehr in einer Situation, wo es ungewiss ist, ob man das „Objekt seiner Begierde“ jemals wieder sehen wird. Ein Szenario aus dem Buch „Der perfekte Verführer“ von Oliver Kuhn: Ihm gelingt es, eine Lady in der U-Bahn in ein Gespräch zu verwickeln, aber dann muss sie von einer Sekunde auf die andere plötzlich aussteigen. Im letzten Moment wirft er der Schönen sein Handy zu mit den Worten: „Ich rufe Dich an!“ Klasse Idee – und für alle, die ihr Handy blöderweise gerade im Büro vergessen haben, tut’s vielleicht auch die Visitenkarte oder ein Zettelchen? Flirtcoaches empfehlen ja die Taktik, schnell und entschlossen auf den Flirtpartner zuzugehen, einen knappen, faszinierenden Spruch zu machen, höchstens einen kurzen, schlagfertigen Wortwechsel zu initiieren und sich dann schnell wieder zurückzuziehen. Wer sich nicht scheut, in dem Spiel „Wer gibt wem zuerst die Telefonnummer?“ den ersten Schritt zu machen, der kann diese Taktik sehr gut mit dem Zustecken eines „billett d’amour“ kombinieren. Ich war mal in einem Open Air Concert, an einem Sommernachmittag, und lauschte hingegeben der Musik, als plötzlich und unerwartet ein Mann auf mich zusprang und mir einen Zettel mit Namen und Telefonnummer in die Hand drückte mit den Worten „Ich möchte Sie gern kennenlernen, aber ich muss jetzt leider ganz schnell weg. Bitte rufen Sie mich an!“ Dann verschwand er – nicht, ohne mir zum Abschied tief in die Augen zu schauen und mir ein strahlendes Lächeln zu schenken. Ich weiß bis heute nicht, ob er wirklich fort musste und einer spontanen Eingebung gefolgt ist, oder ob’s Kalkül war – gewirkt hat’s auf jeden Fall…

Der erfolgreiche Flirt – Zauber des Augenblicks!

Durch Filme wie „Hitch – The Date Doktor“, durch zahllose Flirtschulen und -coaches, die mit immer exotischeren Tricks um die Gunst ihrer Klientel buhlen, liegt die Latte in punkto erstes Ansprechen inzwischen ziemlich hoch. (Hey, guckt eigentlich noch jemand Truffauts „Der Mann, der die Frauen liebte“?) Aber Flirten ist kein Hochleistungssport, bei dem es drauf ankommt, akrobatische Kunststückchen zu vollführen und narzistische Pirouetten zu drehen! Ein gelungener Flirt lebt von Spontaneität und dem Zauber des Augenblicks. Mit einem witzigen, charmanten Einfall oder einem schönen Kompliment – weder abgedroschen noch zu dick aufgetragen – kann eigentlich kaum etwas schief gehen. Aber bevor Du mangels Idee die Gelegenheit ganz ungenutzt verstreichen lässt, kannst Du auch auf bewährte Fragen wie „Hast Du Lust, mit mir einen Kaffee zu trinken?“ oder „Ihr Cocktail sieht ja lecker aus – was ist denn da alles drin?“ zurückgreifen. Oder eine Bemerkung über das Wetter fallen lassen. (“Wie findest Du denn das Wetter hier drin?” macht sich besonders gut in der Disco.) Die meisten Menschen fühlen sich nämlich geschmeichelt und freuen sich, wenn sich jemand für sie interessiert, und nicht das „Was“, sondern das „Wie“ der Ansprache macht’s. Niemand will einem gewohnheitsmäßigen Aufreißer auf den Leim gehen, und Du möchtest ja nicht den Weltmeister-Titel für die originellste Anmache ergattern, sondern jemanden kennenlernen – oder?

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Single sein dagegen sehr…

Wenn Du die Suche nach Deinem Traumpartner beginnst, stehst Du vielleicht vor einem Berg von Ratgebern in Sachen Partnerschaft, Dating, Flirten, Liebe, Erotik, Sex. Du denkst womöglich „Welches dieser Bücher soll ich lesen? Welche Website hat Recht? Wie soll ich mir all die angeratenen Einstellungen, Verhaltensweisen, Tricks und Techniken jemals aneignen? Wie sehr muss ich mich verändern, damit ich wieder eine neue Beziehung finden kann? Soll ich mir einen Flirtcoach nehmen? Was soll ich nur tun?“

Lass Dich von diesem Berg nicht entmutigen! Du musst keineswegs Dich und Dein Leben total umkrempeln oder Dir ein bestimmtes System, eine Theorie von A-Z aneignen, um ans Ziel Deiner Wünsche, das Ende Deines Singledaseins, zu gelangen. Denn die Liebe ist sowieso nicht plan- und steuerbar. Sie ist etwas, was geschieht, ein Prozess, der von zwei Menschen gestaltet wird, mit sehr unterschiedlichen Phasen, Nuancen, Momenten. Liebe ist etwas Lebendiges, etwas das weitegehend vom Unbewussten gesteuert wird, das in Bewegung ist und seine eigene Dynamik hat.

Der Psychologe Michael Mary schreibt:

Wäre es nicht phantastisch, Paarbeziehungen willentlich gestalten und die Liebe lenken zu können? Nein, ganz und gar nicht, es wäre im Gegenteil fatal! Paarbeziehungen würden ihren Wert verlieren, und die Liebe würde in Vorhersehbarkeit und Langeweile ersticken. Die Liebe zwischen Mann und Frau erscheint als eines der großen Abenteuer des Lebens. Wäre diese Liebe machbar, wer könnte sich von ihr beschenkt fühlen? Wäre diese Liebe kontrollierbar, wie könnte sie zwei Menschen über deren individuellen Grenzen hinwegheben und miteinander verbinden?

Mythos Liebe. Lügen und Wahrheiten über Beziehungen und Partnerschaften, Bergisch Gladbach 2004, S. 8

In diesem Sinne versteh die Tips dieser Seite so, wie sie gemeint sind: Als Fingerzeig, als leichte Berührung oder kurzen, kräftigen Schubs, der Deinem steckengebliebenen Liebesleben auf die Sprünge hilft – so wie man ein Mobilé antippt, einer Schaukel Anschwung gibt. Vielleicht genügt es bereits, das eine oder andere zu beherzigen, damit sich etwas zum Positiven verändert, Dein Lebensgefühl sich aufhellt und Du erotisch beflügelt wirst. Vielleicht reicht es schon, zwei oder drei dieser Tips zu befolgen, um grobe Fehler zu vermeiden, ein paar knackige Punkte im Spiel „Sie sucht Ihn – Er sucht Sie“ einzuheimsen und so den entscheidenden Schritt vorwärts zu kommen. Die Partnersuche soll nicht in Schwerstarbeit ausarten – also nimm’s nicht so bierernst, sondern ein bisschen leicht, beschwingt und gib Dich dem Flow hin, den das Ganze haben kann!

Standing at the crossroads, trying to read the signs
To tell me which way I should go to find the answer,
And all the time I know,
Plant your love and let it grow.

Let it grow, let it grow,
Let it blossom, let it flow.
In the sun, the rain, the snow,
Love is lovely, let it grow.

Text von Eric Clapton

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Liebe auf den zweiten Blick

Während Du Deine äußere Erscheinung modellierst (nicht total umkrempelst, sondern einfach mit ein paar Tricks das Beste aus Dir und Deinem Kleiderschrank herausholst) und damit zugleich Deine innere Haltung veränderst, kannst Du noch etwas anderes tun, um dem kleinen geflügelten Gott mit Pfeil und Bogen wieder Einlass in Dein Leben zu gewähren. Mach die Augen auf und schau Dich um! Öffne Dich für die (mehr oder weniger versteckten) erotischen Botschaften Deiner Umgebung – es gibt sie nämlich, wahrscheinlich siehst Du sie nur nicht. Ob im Bus oder im Zug, in der Schlange im Supermarkt, im Wartezimmer Deines Arztes, in einer (langweiligen) Konferenz: Sei einfach mal neugierig auf die Menschen um Dich herum! Schau sie dir an, Männer wie Frauen, und versuche, etwas Attraktives an ihnen zu entdecken, gerade bei denen, die Dich nicht unbedingt sofort magisch anziehen: Vielleicht gibt sich das gewisse Etwas erst auf den zweiten Blick zu erkennen? Geh in ein volles Café, im Sommer in den Park, dorthin, wo man sieht und gesehen wird, wo Du andere Singles treffen kannst. Nimm ein Bad in der Menge, und studiere die Leute um Dich herum: Es macht Spaß, ihre Vielfalt, Unterschiedlichkeit und Individualität zu entdecken! Richte auch mal ganz bewusst Deine Aufmerksamkeit auf Menschen, die etwas älter oder jünger, größer oder kleiner, molliger oder dünner sind als Dein Ideal! Und wenn Du ein Gesicht findest, das Dir gefällt, dann schau nicht gleich wieder weg – nein: Öffne Dich, guck hin und dann: „Zack – Lächeln!“, wie es in „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ von Eric Emanuel Schmitt so schön heißt. Denn: Kontakt gewinnst Du nur über den Blick, und Lächeln führt schnurstracks zum Herzen Deines Gegenüber. „Dein Lächeln hat mir jetzt den Tag gerettet“ – dieser Satz gehört zu den schönsten Komplimenten, die ich jemals bekommen habe!

Und dann geh doch mal in Gedanken Deinen ganzen Bekanntenkreis durch: Ist da wirklich absolut niemand, den Du attraktiv findest? Lass jeden Mann, jede Frau vor Deinem geistigen Auge Revue passieren – mit dem festen Vorsatz, möglichst etwas Reizvolles an ihm oder ihr zu entdecken! Und frage Dich, ob nicht jemand dabei ist, der Dir vielleicht mehr Interesse entgegenbringt als Du bisher glaubtest. Wie wirst Du selbst angeschaut und angelächelt? Achte mal drauf! Und war da in letzter Zeit nicht sogar das eine oder andere Kompliment zu vernehmen? Hast Du es auch gehört? Was ist mit der netten Mitstudentin, die Dir immer ihre Vorlesungsskripte ausborgt? Dem sympathischen Typen, der Dir fast jeden Tag auf Deiner abendlichen Jogging-Runde entgegenkommt? Sind sie wirklich so indiskutabel oder ist da das “Keiner-liebt-mich-nur-Karlheinz-und-den-will-ich-nicht-Syndrom” am Werk?

Du sollst Dich natürlich nicht krampfhaft verbiegen, aber diese „Übungen“ helfen wirklich, sich auf eine neue Liebesbegegnung einzustimmen.

„Neugier: Die Kraft, sich gefangen nehmen zu lassen von Fremdem und dadurch frei zu werden von der Last rückwärts gewandter Empfindungen.“

Pascal Mercier, Der Klavierstimmer, München 1998, S. 36

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Mach die Augen auf – und sieh Dich an!

Du bist gerade dabei, Deine verflossene Liebe hinter Dir zu lassen? Hast es schon fast geschafft und erwachst soeben zu neuem Leben? Fasst gerade wieder den Gedanken, Dich neu zu verlieben? Kannst Dir aber im Moment nicht vorstellen, wie das gehen soll, weil niemand, aber auch wirklich niemand Attraktives in der Nähe ist? Nur hässliche, doofe, langweilige, höchstens noch nette, aber komplett unerotische Figuren?

Hey – ist das wirklich so? Oder hast Du vielleicht Tomaten auf den Augen? Und was ist eigentlich mit Dir? Wie siehst Du selber aus? Ist nicht mal wieder ein Termin bei Deinem Friseur fällig? Läufst Du jeden Tag in einer bequemen Hose, mit Deinem ollen Lieblingspulli rum, in dem Du Dich so sauwohl fühlst, weil er die Speckröllchen versteckt, die Du Dir in der Zeit des Liebeskummers angefuttert hast? Wie wär’s denn mal mit was Neuem, einem schicken Rock und einem Paar sexy Stiefel? Passt nicht? Dann ab mit Dir zum Sport, ins Schwimmbad und ins Fitnessstudio, damit Du Deiner verlotterten Figur mal anständig zuleibe rückst!

Und – dieser Rat gilt jetzt besonders für Männer! – wenn Du Dir beim Klamottenkauf unsicher bist, nimm eine Freundin mit, die Dich berät! Bitte Deine Freunde (des jeweils anderen Geschlechts!) um ein ehrliches Feedback, wie sie Dich als Mann respektive Frau sehen und welche Veränderungen sie Dir empfehlen würden! Lade Sie ein, mit Dir zusammen in einer lustigen Session bei einer Flasche Sekt Deinen Kleiderschrank zu durchforsten und hör Dir an, was sie zu Deinen Sachen zu sagen haben. Wahrscheinlich musst Du Dich nämlich gar nicht komplett rundum erneuern, sondern nur aus dem, was Du schon besitzt, das Richtige auswählen und es geschickt mit etwas Neuem kombinieren sowie die Do’nts jetzt mal definitiv in die Tonne kloppen. „Es gibt nichts Gutes außer man tut es“ – also: Hör auf zu jammern und fang an!

“You won’t be hurt, lost, tired or lonely – something beautiful is on your way!”

Robbie Williams

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Bring' Freude in Dein Leben – und werde so unwiderstehlich!

Unreife Liebe sagt: “Ich liebe dich, weil ich dich brauche.”
Reife Liebe sagt: “Ich brauche dich, weil ich dich liebe.”

Erich Fromm

Jemanden lieben heißt nicht: jemanden brauchen, frei nach dem Motto „Zu zweit ist man weniger allein.“ Mit sich allein sein können – „All-Ein-Sein“ nannte es der Maler Max Beckmann – und niemanden zu brauchen, um die Langeweile und die Leere zu erschlagen: Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine gelingende Beziehung.

Kannst Du es genießen, zufrieden mit Dir und der Welt allein in Deiner Wohnung zu sein, ohne dass Musik, Radio, TV oder Internet Dich permanent beschallen und auf Trab halten? Wie sieht Deine Wohnung aus? Ist Dein Wohnzimmer mit Computerzubehör und HiFi-Geräten zugewuchert, stapelt sich in der Küche das dreckige Geschirr, und muss erst ein Putzkommando die Ärmel aufkrempeln, ehe Du jemand Neues in Deine Behausung und Dein Leben lassen kannst? Wolltest Du nicht schon längst den Kleiderschrank im Schlafzimmer streichen und Dir ein neues Bett zulegen? Hoffst Du, dass jemand kommt und Dich für den Rest Deines Lebens glücklich macht, oder kannst Du es Dir auch selbst gut gehen lassen? Kochst Du Dir ein leckeres, gesundes Essen und lässt es Dir am gedeckten Tisch schmecken? Gönnst Du es Dir, über den Wochenmarkt zu bummeln, Früchte und einen schönen Blumenstrauß für Dich selbst zu kaufen? Oder Dich mit Musik und einem Schampus in der duftenden Badewanne zu aalen? Macht es Dir Spaß, Dich von Kopf bis Fuß, von den Dessous bis zum Mantel gut anzuziehen – einfach so, nur für Dich selbst? Pflegst Du Deine Freundschaften? Bereitest Du Dir selbst die Freude, ins Kino, ins Theater, ins Konzert oder zum Tanzen zu gehen? An einem sonnigen Abend durch den Wald zu laufen oder einen langen Spaziergang zu machen? Am Sonntagmorgen in einem netten Café ausgiebig zu frühstücken? Im Sommer mit einem Pickickkorb und einem spannenden Krimi an den Baggersee zum Baden zu fahren? Welches sind die Freuden, mit denen Du Dich selbst verwöhnst?

Die Liebe zu sich selbst ist der Beginn einer lebenslangen Romanze.

Oscar Wilde

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Warum bist Du auf Partnersuche im Internet unterwegs?

Warum willst Du Dich neu verlieben, Dir wieder einen Partner suchen, eine neue Beziehung finden? Was treibt Dich an? Die Sehnsucht nach der großen Liebe, nach dem Traumpartner? Der Wunsch nach Zweisamkeit und Geborgenheit, nach einer eigenen Familie?

Das Verlangen, einen positiven Zustand zu erreichen, ist wesentlich konstruktiver als die Motivation, einem negativen Umstand zu entfliehen, etwa der Angst vor dem Alleinsein und dem unbewältigten Liebesschmerz über eine verflossene Beziehung.

Ist Liebesschmerz der Grund für Deine Partnersuche?

Also, mal ehrlich: Bist Du über Deine alte Liebe schon hinweg, sei es, dass Du von selbst gegangen bist, sei es, dass Du verlassen wurdest? Frag Dichmal ganz ehrlich: Bin ich schon wieder bereit für eine neue Beziehung? Oder sind da immer noch Herzschmerz, Kränkungen, Enttäuschung, Wut, Eifersucht auf Deinen Nachfolger, Deine Rivalin? Tobt der Hölle Rachen noch in Deinem Herzen? Schmiedest Du Mordpläne? Oder weinst Du Dir noch immer die Augen aus dem Kopf?

Verabschiede Dich von diesen Gefühlen und der Person, der sie gelten! Wenn Du ihr Pest, Tod und Verwesung an den Hals wünschst: Erinnere Dich, wie alles angefangen hat, wieviel Schönes Ihr gemeinsam erlebt habt! Sei dankbar für die gute Zeit, die Ihr miteinander hattet! Du kannst das in Deinem Tagebuch oder in einem Brief formulieren (den Du nicht abschickst), und wenn Du dabei traurig oder zornig wirst, dann heul oder tob Dich erstmal aus! Und dann lass diese heftigen Gefühle abklingen…

Voraussetzung für eine erfolgreiche Partnersuche ist der gelungene Abschied

Schau an, was Dich gestört, was Dir gefehlt hat. Versuche, die „Schuld“ für das Scheitern nicht nur beim anderen (oder bei Dir selbst) zu suchen, sondern auch Deinen eigenen Anteil (und den des anderen) daran zu sehen. Auch das kannst Du aufschreiben – ruhig, ohne Zorn und Eifer, ohne zu verurteilen. Verkläre oder verdamme die Vergangenheit nicht, lass sie einfach ruhen. Gib ihm in Gedanken alles zurück, womit Du Dich nicht belasten möchtest. Wenn es etwas zu verzeihen gibt, dann verzeih und bitte um Verzeihung. Such die ausdrucksvollsten Fotos und andere Erinnerungsstücke an Eure gemeinsame Zeit heraus, schau sie gründlich an, verabschiede jedes und leg eines nach dem anderen in einen schönen Karton oder Korb. Verbrenne nichts, sondern binde ein hübsches Band darum und heb das Ganze gut auf – es ist ein Teil von Dir, ein Erfahrungsschatz, der in Zukunft Früchte tragen wird. Wiederhole dieses Ritual, so oft Dir danach ist, solange, bis es ganz leicht geht und Du es schließlich loslassen kannst… Je länger eine enge Beziehung gedauert hat, desto länger dauert es auch, darüber hinwegzukommen, darum: Lass Dir Zeit dafür! Und wenn der Tag gekommen ist, dann beherzige den Rat von Georgette Dee:

Sei lieber wieder lustig
anstatt verheult und krustig,
nur, weil er glaubt, er braucht sein Glück!
Wenn Deine Küsse ihn nicht halten können,
Ja, dann schmeiß ihn einfach weg!
Hör zu, Du,
wenn Deiner Küsse Voodoo
Deinen Mann nicht mehr verhext,
ja, was kannst Du denn erwarten,
als kalter Sonntagsbraten,
wenn Du Deinen Kopf in’n Ofen steckst?
Fang an, Dich selbst zu pflegen,
Sagen wir: ins Schaumbad Dich zu legen,
Du bist doch selbst Dein bestes Stück!
Wenn Deine Küsse ihn nicht halten können,
Deine Tränen bringen ihn nicht zurück!

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