„Wir hatten uns nichts zu sagen“ – das rangiert ganz oben auf der Liste der Stimmungskiller beim ersten Date. Was also sind passende Gesprächsthemen, worüber könntet Ihr reden? Zum Aufwärmen eignet sich immer erst einmal das Wetter, das lässt sich immer von allen möglichen Seiten betrachten und ausleuchten. Wenn Dein Date-Partner von weiter her gekommen ist, kannst Du auch fragen, ob er oder sie gut zum Treffpunkt gefunden hat und wie die Fahrt war. Falls Dir diese Fragen zu banal erscheinen, mach Dir bewusst, dass es erst einmal weniger um das „Was“ geht als um das „Wie“, also darum, dass Ihr Eure „Antennen“ aufeinander einstimmt. Sehr gut geeignet ist auch die Frage „Wie war Dein Tag?“, besonders dann, wenn man aufgeregt ist. Denn einerseits bleibt man mit dieser Frage auf dem Boden des Alltags, hält also „den Ball flach“, und der Erzählende kann durch die Schilderung des real Erlebten Sicherheit gewinnen; andererseits erfährt, wer zuhört, etwas vom Alltag des Anderen, lernt ihn oder sie also bereits ein Stückchen kennen.
Worüber reden? Fragen ist wichtiger als Reden!
Überhaupt: Fragen! Sei bereit, etwas von Dir zu erzählen und auf Fragen zu antworten (es sei denn, es handelt sich um ein „Verhör“), aber sprich nicht endlos von Dir. Lange Selbstdarstellungen kommen genauso schlecht an wie Klagen und Jammern (womöglich noch über Deine verflossene Beziehung!) Wenn Du zu den Singles gehörst, die gut allein sein können, dann pass auf, dass Du jetzt nicht das „Kind mit dem Bade ausschüttest“ und so wirkst, als brauchtest Du niemanden. Zeige Deinem Gegenüber, dass Du Dich für ihn oder sie interessierst – durch Fragen. Vermeide dabei geschlossene Fragen, auf die man nur mit „Ja“ oder „Nein“ antworten kann; sie wirken inquisitorisch, man kann sich schnell ausgehorcht fühlen. Stelle lieber offene Fragen, die zum Erzählen anregen, z.B.: „Wie kommt es, dass…?“, „Wie findest Du…?“, „Wie hast Du Deinen letzten Urlaub verbracht?“, „Welchen Film hast Du zuletzt gesehen, und wie hat er Dir gefallen?“ Geeignete Themen außer Urlaub und Filmen sind weiterhin: die Arbeit (in Maßen!), Bücher, Musik, Freizeitbeschäftigungen und Hobbies, Sport, kulturelle Ereignisse, Essen, Restaurants, Parties, etwas, was gerade Stadtgespräch ist; bei Ex-Rauchern kann die Frage “Wie hast Du es geschafft aufzuhören?” ein ergiebiges Thema sein. Nicht zu empfehlen sind: der oder die Ex, ausführliche Berichte über die Familie, Krankheiten, Sorgen und Nöte, tatsächliche oder vermeintliche Probleme mit der Figur, finanzielle Verhältnisse, Sex, Politik, Religion und alles Weltanschauliche. Vorsicht ist auch bei Sternzeichen geboten: Wenn Dein Date diese Vorliebe mit Dir teilt, kann sich daraus zwar eine lustige Plauderei entwickeln, aber es gibt auch viele Menschen, vor allem Männer, die darauf eher allergisch reagieren.
Worüber reden? Zuhören ist wichtiger als Fragen!
Noch viel wichtiger als Reden und Fragen ist aber das Zuhören. Wende Dich Deinem Gegenüber mit Interesse und ungeteilter Aufmerksamkeit zu. Schau ihn oder sie an, nimm auf, was er, was sie Dir sagt, und zeige durch nonverbale und verbale Signale, dass Du innerlich mitgehst und mitempfindest. Das kann ein Kopfnicken sein, ein Lächeln, ein kurzes Aufblitzen der Augen, begleitet von einem „Hmmm“, „Aha“ oder einer einfühlsamen, bestätigenden Bemerkung wie etwa „Das war sicher nicht einfach für Dich!“ oder „Das war ja wohl wirklich ein toller Erfolg!“ oder „Ich kann mir gut vorstellen, wie Dir dabei zumute war.“ Kurzum: Praktiziere das, was man aktives Zuhören nennt!
Plane das Gespräch nicht zu weit voraus! Du kannst Dir ja eine Einstiegsfrage und ein paar Ideen zurechtlegen für den Fall, dass die Konversation ins Stocken gerät. Bleib ansonsten locker, offen, spontan und sei einfach neugierig auf den Menschen, den Du da kennen lernen willst – alles Weitere ergibt sich von selbst!